Keisuke Takayasu

https://www.uni-muenster.de/KFG-Zugang/veranstaltungen/2025takayasu.html
Although NFTs are often regarded as tools for profit-making, they hold the potential to transcend this role by creating new spaces for minority self-expression and acting as platforms of recognition that bridge communities both within and beyond those directly involved. Drawing on examples from nonprofit initiatives in Japan, this lecture explores how cultural democracy can be advanced through the expansion of cultural participation via digital technologies, and considers the potential of NFTs to contribute to a form of digital welfare. This lecture also points out that today's designers are asked not so much to directly show their own creativity, but rather to create attractive spaces where people can be creative themselves.
In Japan, up to the present day, craft-making has been active in welfare facilities for persons with disabilities as part of employment support programs. Beyond simple manual tasks, there has been a growing number of cases in which drawings created by persons with disabilities are incorporated into craft designs. The Good Job! Center is one such welfare facility that actively embraces new technologies, such as by producing papier-mâché using 3D printers. Its initiative, the Good Job! Digital Factory, seeks not only to create employment opportunities for persons with disabilities in digital spaces through the sale of NFT works, but also to attract people who previously had little interest in such initiatives, thereby fostering the formation of inclusive communities.
Obwohl NFTs oft in erster Linie als Instrumente zur Gewinnerzielung betrachtet werden, besitzen sie das Potenzial, diese Funktion zu überschreiten, indem sie neue Räume für den Selbstausdruck von Minderheiten schaffen und als Plattformen der Anerkennung wirken, die Gemeinschaften innerhalb und außerhalb der direkt Beteiligten verbinden. Anhand von Beispielen aus Nonprofit-Initiativen in Japan untersucht dieser Vortrag, wie kulturelle Demokratie durch die Ausweitung kultureller Teilhabe mittels digitaler Technologien gefördert werden kann, und erörtert, inwiefern NFTs zu einer Form digitaler Wohlfahrt beitragen können. Darüber hinaus wird darauf hingewiesen, dass von heutigen DesignerInnen weniger erwartet wird, ihre eigene Kreativität unmittelbar zu demonstrieren, als vielmehr attraktive Räume zu schaffen, in denen Menschen selbst kreativ werden können.
In Japan ist das kunsthandwerkliche Arbeiten in Einrichtungen der Behindertenhilfe bis heute als Teil der Beschäftigungsförderung aktiv. Über einfache manuelle Tätigkeiten hinaus ist zunehmend zu beobachten, dass Zeichnungen von Menschen mit Behinderungen in kunsthandwerkliche Entwürfe einbezogen werden. Das Good Job! Center ist eine solche Einrichtung, die neue Technologien aktiv aufgreift, etwa durch die Herstellung von Pappmaché mithilfe von 3D-Druckern. Mit seiner Initiative, der Good Job! Digital Factory, wird nicht nur angestrebt, Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen im digitalen Raum durch den Verkauf von NFT-Werken zu schaffen, sondern auch Personen anzusprechen, die bislang wenig Interesse an solchen Aktivitäten hatten – und so die Bildung inklusiver Gemeinschaften zu fördern.